Wenn der Schlaghahn schlägt

Nein, ich kann dir nicht verzeihen!

Es staut sich – in mir seit Jahren,
in jeder Zelle Bitterkeit.
Angst und Wut tief eingefahren,
denn stetig wächst Trostlosigkeit.
Mein Herz pumpt Nitroglyzerin,
in meinen Adern kocht das Blut,
und wenn die Stunde ruhiger wird,
zerplatzt mir fast das Trommelfell.

Ich wünscht, ich wäre ein Geschoss,
drängte in deinen Schädel ein,
durchwühlte deine Hirnsubstanz;
beim Austritt wär ich wieder frei!
Ach, könnte fliehen mein Zerriss
so wie dein Funke nach dem Knall,
dann würde heißer noch mein Wunsch,
erlöst vom Schlaghahn frei zu sein!

Nein, ich kann dir nicht verzeihen!

Alles wurde mir genommen,
was nur zu nehmen übrig war,
nackt ans Dasein angebunden,
verraten wie der letzte Narr.
Jede Haltung ging verloren,
und aller Glaube brach entzwei.
Im Grab verschied die Zuversicht,
als alles einst in mir verstarb.

Ich wünscht, ich wäre ein Geschoss,
drängte in deinen Schädel ein,
durchwühlte deine Hirnsubstanz;
beim Austritt wär ich wieder frei!
Ach, könnte fliehen mein Zerriss
so wie dein Funke nach dem Knall,
dann würde heißer noch mein Wunsch,
erlöst vom Schlaghahn frei zu sein!

Nein, ich kann dir nicht verzeihen!

Wie hört das Brodeln in mir auf?
Kann Hoffnung auch zurück zu mir?
Wie gibt das alles einen Sinn,
wenn jeder Sinn ist sinnentleert?
Was sprengt mir dieses Bollwerk fort,
das eng mein Panzerhaus umschließt?
Wo bleibt des Sprengkerns Zündung nur,
damit mein Ausbruch glücken wird?

Ich wünscht, ich wäre ein Geschoss,
drängte in deinen Schädel ein,
durchwühlte deine Hirnsubstanz;
beim Austritt wär ich wieder frei!
Ach, könnte fliehen mein Zerriss
so wie dein Funke nach dem Knall,
dann würde heißer noch mein Wunsch,
erlöst vom Schlaghahn frei zu sein!

Nein, ich kann dir nicht verzeihen!

Nein, ich kann dir nicht verzeihen!
Es bricht nun endlich aus mir aus!

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