Falterträume

Inmitten Staub und totem Licht
erträume ich die letzte Sicht,
ein Altern voller Müßigkeit
mit Seelenlast und vollem Weh.
Vertraut der Schmerz – vollends bekannt,
labil wird Seele, Geist und Fleisch.

In sieben Lichtern aufgeteilt,
wenn meine Seele Feuer schreit!

Ein Flügel flackert, Licht vergeht,
die Falterträume – stumm verweht.
Sehne mich nach Spiegelwerten,
steh hilflos nackt im Schlussverkauf.
Im Nichts der Dinge ausweglos
zieht Tag um Tag um Tag um Tag.

In sieben Lichtern aufgeteilt,
wenn meine Seele Feuer schreit!

Die Hoffnung bricht, verlöscht im Wind,
Erlösung schwindet ganz geschwind.
Tragendes Schleppen – Bitterkeit,
gewinn ich mich in Einsamkeit.
Und Pyrrhussiege ich erlang
von einem auf den anderen Tag.

In sieben Lichtern aufgeteilt,
wenn meine Seele Feuer schreit!

Verglühe ich in leerer Zeit,
sterbe in stiller Dunkelheit.
Parasiten mich umringen,
genährt von Datenmüll so prall,
hoffend auf Weisheit innerlich
und Intellekt so dünnschichtig.

In sieben Lichtern aufgeteilt,
wenn meine Seele Feuer schreit!

In einer Welt aus Nichtigkeit
harren Ideen weit versteckt
auf ihren Tag der Reunion,
da niemand sie zu denken wagt,
weil sie schlichtweg unpopulär.
Galgenlächeln voller Wonne,
das mit dem Schall entflohen ist.

In sieben Lichtern aufgeteilt,
wenn meine Seele Feuer schreit!

Hinter Mauern Ratlosigkeit,
von jeder Wahrheit klar befreit.
Ausgekautes Mana regnet
vom Olymp der toten Götter.
Jenes zu sammeln fällt nicht schwer,
wenn sonst auch jeder Schritt so schmerzt.

In sieben Lichtern aufgeteilt,
wenn meine Seele Feuer schreit!

In sieben Lichtern aufgeteilt,
wenn meine Seele Feuer schreit!
In sieben Lichtern … aufgeteilt,
wenn meine Seele Feuer …

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